Rechtsanwalt Klaus Huber | Aus Dinkelsbühl wird Dinkelsburg

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„Entschuldigung Sie bitte, kennen Sie den Weg zur Dinkelsburg?“ Diesen Satz wird man rund um Dinkelsbühl künftig wohl öfters hören. Warum? Ganz einfach: Der Stadtname „Dinkelsbühl“ wurde kürzlich erstmals in chinesische Schriftzeichen übersetzt. Warum man dabei nun etwas freier mit den Buchstaben umgegangen ist, hat der Rechtsanwalt Klaus Huber, Geschäftsführer der „Fränkischen Gesellschaft zur Förderung der Deutsch-Chinesischen Zusammenarbeit“ und Fraktionsvorsitzender der CSU Dinkelsbühl, auf den Punkt gebracht.

Demnach wird im Chinesischen das Wort „Bühl“ mit einer reinen Feld-, Wald- und Wiesengegend assoziiert. Für das jüngst zur „schönsten Altstadt Deutschlands“ (Focus) gekürten Dinkelsbühl ist diese Assoziation mit einer menschenleeren Naturlandschaft natürlich keine gute Werbung in chinesischen Tourismusführern. Um eine zu große Konfusion bei Reisenden aus dem Reich der Mitte zu vermeiden, wurde daher bei der jüngst erfolgten Übersetzung darauf geachtet, dass sich die chinesische Lautschrift eher an „Dinkelsburg“ als an „Dinkelsbühl“ orientiert.

Für das Stadtmarketing ist dies natürlich ein grandioser Coup. Und auch für die chinesischen Touristen dürfte nun klarer sein, was für ein schöner, mittelalterlicher Tourismusort sie erwartet. Allerdings dürfte dafür bei den Einheimischen die Verwirrung steigen, wenn Sie im Herzen von Dinkelsbühl gefragt werden: „Wo ist denn nun bitte die Burg?“ – „Welche Burg?“ – „Na die Dinkelsburg natürlich!“

Lesen Sie hier den Presseartikel vom Dinkelsbühler Kulturmagazin „Funkfeuer“.